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Dubiose Schreiben jeglicher Arten

02.09.2008 - Betrüger finden immer wieder neue, kreative Varianten, ehrliche Bürger um ihr Geld zu bringen. Auch wenn es grundsätzlich immer eine ähnliche Masche ist, finden die Täter neue Arten, Opfer zu linken - dubiose Schreiben liegen momentan hoch im Kurs.

Zurzeit kursieren diverse betrügerische Schreiben in Liechtenstein, welche per Brief, Fax oder E-Mail zugestellt werden. Sie haben ganz verschiedene Inhalte aber ein gemeinsames Ziel: Geld von ehrlichen Bürgern zu ergaunern. Dies versuchen die Täter mittels verschiedenster Anschreiben, welche auf den ersten Blick seriös aussehen, aber es leider all zu of nicht sind.

Branchenbucheinträge/ Internetdomains

Es gibt Schreiben, welche sich auf Einträge in Adressbücher oder Registrierung einer Internetseite beziehen. Zum Beispiel wird dem Opfer ein Fax zugestellt, in dem um eine Bestätigung eines angeblich bereits bestehenden Grundeintrages in einem Branchenverzeichnis verlangt wird. Wird das Formular unterschrieben retourniert, geht man einen Vertrag mit entsprechender Kostenfolge ein – darauf wird jedoch meistens nur im Kleingedruckten hingewiesen.
Eine andere Variante ist ein Kaufangebotbetrug von Internetdomains. Bei dieser Methode bekommt ein Webseiteninhaber, verschiedene Internetdomains angeboten, welche gleich wie seine eigene Adresse lauten aber eine andere Domain-Endung besitzen oder einfach einen ähnlichen Namen wie die eigene Internetadresse haben. Dabei wird eine Gebühr verlangt, die versprochene Domain erhält man jedoch nicht.

Anwaltsbriefe/ Lotteriegewinne

Eine häufige Form suspekter Schreiben sind seriös wirkende Anwaltsbriefe aus Spanien, welche einer afrikanischen Tätergruppierung zugeordnet werden. Hier wird der Angeschriebene als möglicher Verwandter eines Verstorbenen mit demselben Nachnamen kontaktiert um über diesen an einen hohen Geldbetrag zu kommen, der angeblich in einem Tresor oder auf einem unzugänglichen Konto liege. Für die Hilfe wird eine grosszügige Belohnung ausgestellt – zuerst muss jedoch ein Geldbetrag zur Begleichung angeblicher Unkosten und Spesen in sausland überwiesen werden. Eine weitere, immer wieder vorkommende Variante, ist ein angeblicher Lottogewinn einer Spanischen oder Englischen Lotterie, bei der man aber nie mitgespielt hat. Um an das Geld zu gelangen muss erst eine Provision einbezahlt werden – und wieder ist man Geld los ohne etwas dafür zu bekommen.

Was tun wenn…

Bei Erhalt solcher Schreiben ist es am Besten, gar nicht zu reagieren und sie unbeantwortet zu vernichten. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob es sich hierbei um einen Betrugsversuch oder um ein seriöses Schreiben handelt, recherchieren Sie den Namen des Absenders im Internet oder kontaktieren Sie die Landespolizei. Oftmals wird in verschiedenen Foren von Verbraucherzentralen vor bereits bekannten Betrugsmaschen gewarnt.
Ist jemand bereits auf einer dieser Tricks reingefallen, so wird empfohlen, eine Strafanzeige bei der Landespolizei zu erstatten.

Tipps

  • Reagieren Sie nicht auf Schreiben, die Ihnen dubios vorkommen und vernichten Sie diese unbeantwortet 
  • Um sicher zu gehen, erkundigen Sie sich über den Absender im Internet – oftmals wird auf Verbraucherschutzseiten auf Betrugsversuche hingewiesen 
  • Kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Landespolizei 
  • Sind Sie bereits geschädigt, erstatten Sie eine Strafanzeige


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