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Kinder richtig sichern

11.09.2009 - Immer wieder müssen bei Kontrollen oder Unfällen un- bzw. falsch gesicherte Kinder in Autos festgestellt werden. Die Ausreden der Erwachsenen sind vielfältig und reichen von Nichtwissen bis hin zur ‚Kurzstrecke’, auf welcher ja sicherlich nichts passiert. Es ist lohnenswert, sich die kurze Zeit zu nehmen und Kinder richtig im Fahrzeug zu sichern.

Kinder sind oftmals auf ihre Eltern angewiesen, so auch im Strassenverkehr. Werden Kinder im Auto mitgeführt, kann keine oder eine falsche Sicherung lebensgefährlich für sie sein. Ein Kind, welches ohne Kindersitz im Auto transportiert wird, hat ein sieben Mal grösseres Risiko durch einen Unfall schwer verletzt oder gar getötet zu werden, wie ein Kind, welches richtig gesichert wurde.

Rechtsgrundlage

Die Gesetzgebung der Schweiz zum Tragen von Sicherheitsgurten unterscheidet sich von derjenigen der EU und somit auch von der Liechtensteinischen. Nach der EU-Richtlinie müssen Kinder bis 14 Jahren, welche kleiner sind wie 150 cm, in einer geprüften integrierten oder nichtintegrierten Kinderrückhaltevorrichtung (z.B. Kindersitz) mitgeführt werden. Es dürfen nur amtlich genehmigte Kindersitze verwendet werden, welche durch ein E-Prüfzeichen (Euronorm) und eine Prüfnummer gekennzeichnet sind. Wird diese, für Liechtenstein geltende Regelung, eingehalten, so macht man sich auch in der Schweiz nicht strafbar. Richtig gesicherte Kinder dürfen auch auf dem Beifahrersitz mitgeführt werden. Es ist jedoch wichtig, sich mit der Gebrauchsanweisung der Sitze vertraut zu machen und auf die Airbagtauglichkeit zu achten, denn nicht jeder Kindersitz kann ohne weiteres auf dem Beifahrersitz installiert werden.

Falsche Anwendung kann gefährlich sein

Für den korrekten Schutz werden die verschiedensten Systeme von Kinderrückhaltevorrichtungen angeboten: von Kindersitzen mit Lehnen über Sitzerhöhungen bis zu Reboard-Sitzen gibt es für unterschiedliche Grössen bzw. Gewicht entsprechende Modelle. Neben der Wahl des richtigen Kindersitzes ist auch dessen korrekter Gebrauch von grosser Bedeutung. Denn durch eine fehlerhafte Anwendung kann die Schutzwirkung stark reduziert werden. Die am häufigsten festgestellten Fehler sind, dass der Kindersitz zu locker eingebaut ist, die Haltegurte verdreht sind, der Gurt zu nah am Hals verläuft oder der Schultergurt unter dem Arm durchläuft. Auch die richtige Grösse des Kindersitzes sowie die getragene Kleidung sind entscheidende Faktoren, welche die Wirkung des Rückhaltesystems beeinträchtigen können. So sollte darauf geachtet werden, dass Kinder nicht zu viele Kleider (v.a. im Winter) unter dem Sicherheitsgurt tragen, denn durch den zusätzlichen Zwischenraum zwischen Gurt und Kind kann der schmale Oberkörper des Kindes leicht durchrutschen.

Tipps
  • Nehmen Sie sich die kurze Zeit, ihr Kind im Fahrzeug richtig zu sichern. 
  • Auch auf Kurzstrecken können Unfälle passieren. 
  • Informieren Sie sich ausreichend über die unterschiedlichen Sicherungssysteme. 
  • Beachten Sie Abnutzungserscheinungen der Sitze und überprüfen Sie sie regelmässig auf ihre Funktionstauglichkeit.


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