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Kreisel – Vorteile durch richtiges Verhalten

23.04.2008 - In den letzten Jahren sind in Liechtenstein einige Kreisverkehrsanlagen gebaut worden. Der Sinn von Kreiseln ist in erster Linie eine Verflüssigung des Verkehrs und somit eine Reduktion von Wartezeiten, Lärm- und Abgasemmissionen. Dies funktioniert aber nur bei korrektem Verhalten der Verkehrsteilnehmer.

In Liechtenstein gibt es derzeit 13 Kreisel, durch welche verkehrsbelastete Kreuzungen entlastet werden und der Verkehrsfluss besser fliessen kann. Sowohl optisch wie auch akustisch soll der Eindruck einer Verkehrsabnahme entstehen, denn Warte- wie auch Belegungszeiten werden kürzer.

Mehr Eigenverantwortung gefordert

Ein Kreisel alleine hilft noch nicht, den Verkehrsfluss zu fördern – hier sind die Fahrzeuglenker gefragt, sich richtig im Kreisverkehr zu verhalten und die Verkehrsregeln zu beachten. Der häufigste Fehler im Kreisel ist das falsche oder gar weggelassene Blinken, denn hierdurch wird der Verkehrsfluss gestört und das Unfallrisiko erhöht. Zwar sind die Verletzungen bei Unfällen im Kreisel aufgrund des verminderten Tempos weit weniger schlimm wie auf normalen Kreuzungen, jedoch können auch hier Unfälle durch das richtige Verhalten verhindert werden.

Blinken und reagieren

Im Kreisel gilt immer die Regel des Linksvortrittes. Das heisst, dass diejenigen Fahrzeuge, welche sich im Kreisverkehr befinden, vortrittsberechtigt sind. Fährt man in einen Kreisel ein, so muss man keine Richtung anzeigen, sondern nur den Fahrzeugen im Kreisel Vortritt gewähren. Auch während der Kreiselfahrt ist ein Richtungsblinker falsch gesetzt, denn dieser kommt erst zum Zug, wenn man den Kreisel verlassen möchte. Durch die Richtungsanzeige bei der Kreiselausfahrt kann der nächste Fahrzeuglenker bereits frühzeitig reagieren und den Kreisverkehr schon während der Ausfahrt des anderen Fahrzeuges befahren. Dies fördert den Verkehrsfluss.
Fahrzeuglenker, welche das Rechtsblinken beim Verlassen eines Kreisels unterschlagen, machen sich laut dem Ordnungsbussengesetz strafbar und riskieren eine Busse von CHF 80.-.

Radfahrer im Kreisverkehr

Als Radfahrer ist man gegenüber den motorisierten Fahrzeugen immer ein schwächerer Verkehrsteilnehmer. So auch im Kreisverkehr. Deshalb sollten Radfahrer im Kreisel nicht am rechten Rand fahren, sondern sich eher in der Mitte der Fahrspur aufhalten. Dies verhindert, dass überholende Motorfahrzeuge beim Verlassen des Kreisels den Radfahrer im toten Winkel nicht sehen können. Gefährliche Unfälle und Stürze können somit vermieden werden.

Tipps


  • Bewahren Sie als Verkehrsteilnehmer den Überblick 
  • Beobachten Sie andere Verkehrsteilnehmer gut 
  • Zeigen Sie Richtungsänderungen klar an 
  • Zeigen Sie gegenseitige Rücksicht und seien Sie tolerant


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